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  1. Unglaublich

    … ist es, dass der Januar schon wieder herum ist und ich im Neuen Jahr noch gar nichts hier gepostet habe.

    Dabei gibt es einiges zu schreiben. Wo fange ich an?

    Ein bisschen ausgebremst fühle ich mich, da mein Programm, mit dem ich bisher den blog gefüttert hat, keine Verbindung mehr zum blog bekommt. Es hat gedauert, bis ich das bemerkt habe, habe es immer auf andere Problemchen im Netz geschoben, dass ich Beiträge zwar weiterhin erstellen, aber  nicht hochladen konnte. Eine Alternative habe ich trotz intensiver Suche nicht gefunden, daher muss ich mich dran gewöhnen, im WordPress-Dashboard zu arbeiten. Und dabei fällt mir im Moment auf, dass zwischengespeichert wird, das ist sehr erfreulich. Aaaalsooooo…

    Den Jahreswechsel verbrachte ich bei meiner Schwester, wo die Zeit bis Mitternacht bei einen gemütlichen Raclette- und Spieleabend mit der ganzen Familie wie im Fluge verging. Dort habe ich auch den bisher einzigen Schnee dieses Winters für mich erleben können. Gesehen habe ich sicher auch noch einige Flocken hier und da oder auf Bildern aus der Ferne, aber zwei ausgiebige Schnee-Spaziergänge mit meiner Schwester waren wundervoll. Hier nur einige wenige Eindrücke:

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    An der Strickmaschinenfront passiert zwar nicht so viel – die brothermaschinen sind immer noch im Weihnachtswinterschlaf ;-). Auf der duo habe ich versucht, den Umhängeschlitten zu bändigen, was aber noch nicht von Erfolg gekrönt ist. Aber Socken und Mützen gehen jetzt wirklich gut von der Hand:

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    Einen Teil davon habe ich in Berlin gestrickt, wo ich die liebe Silke endlich mal wieder besuchen konnte. Genau wie diese „Voll Normaaale“ Mütze nach einem Pattern von Susanne Marondel. Mittlerweile habe ich derer vier gestrickt, die letzte hat es noch nicht auf den Rechner geschafft.

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    Wir haben viel gestrickt, Woll- und Stoffläden unsicher gemacht und uns mit Gleichgesinnten getroffen. Dabei sind auch noch diese beiden Projekte fertig geworden bzw. spontan entstanden, mein Januarprojekt in der Wollmeisengruppe „12für2015“:

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    Der Cowl ist ein Matchmaker (alle links sind Ravelry-links) von Martina Behm, gestrickt aus Wollmeise DK in den Farben Moses (das dunklere Blau), Sail The Seven Seas und Zarte Knospe. Ich hätte ihn nie gestrickt, hätte ich ihn nicht in Pfaffenhofen in Aktion sehen können, die Empfehlung als perfekter Begleiter zum Radfahren tat ihrs dazu, dass ich ihn stricken wollte. Hier sieht man noch mal die simple aber raffinierte Form des Cowls, der 2 mal um den Hals geschlungen wird und wunderbar den Hals wärmt, ohne dass einem die Enden z.B. in die Speichen des Rades geraten könnten:

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    Die lustige Mütze namens Oktopus hatte mir so gut gefallen, dass ich sie spontan aus den Resten des Cowls gestrickt habe. Dazu sollen bei Gelegenheit noch Handstulpen kommen.

    Alles in allem war es eine sehr produktive, creative und wunderschöne Woche in Berlin, liebe Silke, auch auf diesem Wege noch mal vielen Dank – auch für die Sockenpaare, die mein Reisegepäck – wenigstens auf dem Hinweg *hüstel* – etwas kleiner ausfallen ließen.

    Hauptsächlich habe ich noch an einem Teststrick gestrickt, 2farbig aus Kauni-Effektgarn. Wenn das Pattern veröffentlicht ist, werde ich noch mal mehr zeigen. Wer neugierig ist, in Ravelry ist es hier zu sehen.

    Als Februarprojekt der oben genannten Wollmeisenaktion habe ich ein WIP auserkoren und war überrascht, als ich es aus den Tiefen des Strickkorbs befreite. Der Body war fast fertig, das Bündchen schon begonnen. Die Aussichten stehen gut, dass der Pulli „Friday again“ von ANKESTRICK im Februar wirklich fertig wird.

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    Zum heutigen Stricktreffen habe ich dann noch ein weiteres Langzeitprojekt aus dem Winterschlaf befreit, die Op-Art-Decke ist um 2 oder 3 Runden gewachsen. Diese ziehen sich jetzt elendig lange hin. Sollte mir mal langweilig sein, werde ich mal wenigstens ein Viertel der Maschen zählen. Auf jeden Fall werde ich sehr bald auf 2 Nadeln wechseln müssen, das Geschiebe der vielen Maschen bremst doch ganz schön den Strickfluss.

    So, das soll es erst mal gewesen sein, ich wünsche Euch eine gute Zeit, bleibt oder werdet ganz schnell wieder gesund!

     

     

  2. Urlaub zweiter Teil: Frankreich

    Mal wieder sollte es nach Frankreich gehen. Ein Tag Luft zum Wäschemachen und Packen, schon ging es wieder auf Reisen. Mit dem Zug bis zum Atlantik geht nicht ohne Unterbrechung. Wenn sie so schön ist, wie dieses Mal in Paris, lasse ich mir das gefallen. Um hier in einen Zug zum anderen umzusteigen reicht meist kein Gleiswechsel. Man muss den Bahnhof wechseln, also einmal durch die Stadt. Schon auf der Fahrt reifte der Entschluss, bei dem schönen Wetter ein grünes Fleckchen zu suchen. Schnell fiel die Entscheidung auf den Jardin du Luxembourg, da er recht nah an der Metrolinie und am Umsteigebahnhof liegt. Gesagt, getan, keine halbe Stunde nach Ankunft am Gare du Nord saß ich schon im Grünen und konnte das Treiben im Park beobachten. Es gibt hier immer freie Sitzplätze, zu festen Bänken stehen überall Stühle, die man sich zurechtrücken kann:

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    Eine gute Stunde verbrachte ich hier, bevor ich mich zu Fuß auf den Weg zum Bahnhof machte, wo ich mit der Freundin verarbredet war, mit der ich weiterreisen wollte. Es gab viel zu erzählen und die Wartezeit verging wie im Flug und schon bald saßen wir im TGV Richtung Atlantik. Der Wettergott war uns wohlgesonnen, und wir waren schnell genug für eines der raren Taxis. Schon bald konnten wir erst mal alle Viere von uns strecken.

    Zum Abendessen gabs leckere Crêpes mit Cidre, wir konnten sogar draußen sitzen, noch ahnten wir nicht, dass es noch sommerlicher werden sollte.

    Am Freitagmorgen gingen wir zunächst zum Markt, wo uns frische Erd- und Himbeeren anlachten, mit denen wir gar nicht mehr gerechnet hatten. Sie waren so lecker, dass unsere folgendenen Frühstücke immer so begannen:

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    Die Tage vergingen wie im Fluge, das Wetter war einfach nur phantastisch, wir verbrachten alle Tage draußen, schon das Frühstück gabs draußen auf dem Balkon, wo wir die meiste Zeit verbrachten – nur unterbrochen durch Spaziergänge, Einkäufe oder Bummeln durch die angrenzenden Orte. Da die Hauptsaison im Juli und August ist, waren die Strände ziemlich leer, vor allem morgens und abends konnte man größere Abschnitte ganz alleine gehen.

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    Selbstverständlich wurde auch hier gestrickt, ich habe einen Teststrick für Jana begonnen, den ich nur weglegen musste, weil ich nicht genug Garn eingepackt hatte:

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    Immer wieder tolle Motive ließen sich fotografieren:

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    Am letzten Abend noch ein Spaziergang zum Strand, bevor es zum Crêpes-Essen ging:

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    Mein Hauptgestrick waren die verrückten Streifen (Ravelry-Link), das ich kaum aus der Hand legen wollte. Soweit bin bis zur Rückkehr gekommen:

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    Morgen geht leider der Alltag wieder los. Kein Urlaub währt ewig, aber schön war es. Nur dem schönen Wetter trauere ich nach, hier fühlt es sich sehr herbstlich an.

    Habt eine gute Zeit!

  3. Urlaub, erster Teil: Hamburg

    Jetzt ist der Urlaub leider wieder vorbei, die letzten 3 Wochen vergingen wie im Fluge, aber es gab viele schöne Erlebnisse. Zunächst ging es nach Hamburg. Vor ca. 20 Jahren war ich mal einen halben Tag auf Durchreise und hatte mir vorgenommen, die Stadt wieder zu besuchen und genauer anzuschauen. Das Wollfest samt German Ravelry Meeting war dann Anlass, eine knappe Woche dort zu verbringen.

    Ich reiste also schon am Donnerstag an, trotz angekündigter Lokführerstreiks klappte die Fahrt prima, und ich war schon gegen Mittag in Hamburg. Schnell zum Hotel und Gepäck losgeworden, das Wetter war phantastisch, also nichts wie raus. Hier wurde man dann auch adäquat an jeder Ecke begrüßt:

    HH01-nettebegruessung 😉

    Mein erster Programmpunkt war der örtliche Wollladen mit angeschlossenem Café, den ich zu Fuß erreichen konnte. Ein schöner Spaziergang durchs Schanzenviertel lag auf dem Weg. Die ersten Wollfestbesucher waren unübersehbar, stöberten in Wolle oder saßen bei einem Latte in der Sonne. Schon im Vorfeld hatte ich mich verabredet und so verbrachten wir einige Zeit dort, stillten Hunger und Kaffeedurst, strickten und klönten, so kann ein Urlaub los gehen. Der Abend ging schnell vorbei, noch ein Spaziergang durchs Viertel, bevor es zurück ins Hotel ging.

    Für den Freitag hatten wir uns verabredet, um dem Tierpark Hagenbeck einen Besuch abzustatten. Da wir nachmittags noch zur Hamburger Wollfabrik wollten, trafen wir uns früh und genossen einen ziemlich leeren Park.

    Entspannung pur im Löwengehege:

    HH Hagenbeck04

    Walrossbaby beim Frühstück:

    HH Hagenbeck09

    Die am Eingang verkauften Gemüsetüten dürfen – unter Aufsicht – an die Tiere verfüttert werden, z.B. hier:

    HH Hagenbeck14

    Nachdem wir uns noch etwas gestärkt haben, ging es mit Bahn und Bus ins Gewerbegebiet zur Wollfabrik. Schon im Bus trafen wir auf Gleichgesinnte, so brauchten wir nicht weiter nach dem Weg zu suchen und staunten dann nicht schlecht, als wir vor den vielen Regalen mit Konenwolle in allen Farben und vielen Qualitäten standen. Ich habe mir für 2 Projekte Wolle spulen lassen, dazu ein Boucle-Faden zum Ausprobieren:

    konen

    Der Rückweg gestaltete sich etwas schwieriger, da wir die Bushaltestelle nicht auf Anhieb fanden und ein Gewerbegebiet nicht wirklich fußgängerfreundlich ist. Wir kamen ganz schön ins Schwitzen, da die Sonne erbarmungslos brannte. Wir waren sehr froh, als wir endlich einen Bus sahen und verfolgten ihn mit den Augen, bis wir die Haltestelle ausmachen konnten. Unsere Wege trennten sich vorübergehend, ich brachte meine Schätze ins Hotel um mich dann wieder auf den Weg zum schon im Vorfeld verabredeten Abendessen zu machen. So lernte ich wieder einige sehr nette Ravelerinnen kennen, mit denen ich einen schönen Abend verbrachte.

    Mit viel Vorfreude machte ich mich am Samstagmorgen auf den Weg zum Audimax, wo das Wollfest stattfinden sollte. Aus dem Bus ausgestiegen, brauchte ich nur noch dem Weg folgen, den unübersehbar Gleichgesinnte gingen und erreichte schon nach wenigen Minuten den Ort des Geschehens. Mit Eintrittsbändchen versehen und gut gefüllter Wollfesttasche gesellte ich mich wenig später zu den Wartenden. Immer mehr bekannte Gesichter wurden ausgemacht und es wurden die Strickereien begutachtet und Erfahrungen ausgetauscht. Die Wartezeit verging wie im Fluge und pünktlich um 10 Uhr strömten die Wartenden ins Foyer. Ein Großteil bog scharf links ab, um beim Wollmeisenstand eine Chance auf den ein oder anderen Strang zu haben, die Warteschlange dort wurde immer länger.

    Ich drehte die erste Runde durch das Obergeschoss, wo die meisten Stände aufgebaut waren. Nachdem ich eine Stricknadel fand, die mir noch fehlte, war mein Einkaufszettel schon fast abgearbeitet, Geburtstagswolle zu finden, war nicht schwer, schwieriger war eine Entscheidung zu treffen, welche der vielen schönen Garne es letzlich werden durften, aber es war ja noch Zeit. Da es ziemlich voll an den Ständen war, suchte ich mir einen Sitzplatz, wo ich nicht lange alleine blieb. Mit Strickzeug auf dem Schoß klönten wir, hielten Ausschau nach bekannten Gesichtern und überlegten, wer vielleicht welche Ravelerin sein könnte. Mancheine war an ihrer Kleidung – wem nicht zu warm war, trug natürlich Strick – zu erkennen.

    Ich hatte mich für jeden Tag für einen Workshop angemeldet, am Samstag war ich bei Jana (Janukke), wir lernten viel über Eschers Tesselationen und schnitten vorbereitete Strickstücke (aus glattem Garn) auseinander, nachdem wir die Maschen mit Nähgarn und Nadel gesichert hatten:

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    Um 15 Uhr war ein offener Workshop mit Anke (Ankestrick) vorgesehen, wir machten es uns draußen gemütlich, obwohl sich der Himmel immer mehr zuzog. Die Vorstellungsrunde (natürlich samt Strickereien) konnte nicht zu Ende geführt werden, denn ein Gewitter zwang uns nach drinnen. Dort suchten wir uns einen Platz, um die Runde fortzuführen. Avatars bekamen Gesichter („ach Du bist das!“ und ähnliches hörte man häufiger). Wir bekamen ein neues Modell präsentiert und hatten viel Spaß miteinander. Der Tag verging wie im Flug und wir mussten um 18 Uhr aufgefordert werden, den Audimax zu verlassen. Die vielen fleißigen Helfer hatten ein tolles Fest organisiert, wollten schließlich auch mal Feierabend, verständlich.

    Wir trafen uns in einer nahegelegenen Pizzeria, wo wir verwundert gefragt wurden, warum „heute so viele stricken“, waren aber sehr willkommen und genossen den Abend mit einer lustigen Truppe u.a. aus Neu-Ruppin.

    Der Sonntag war noch entspannter, da es nicht so voll war. Wir ließen uns die Entstehung von Haspelseide erklären, es gab lebende Seidenraupen in verschiedenen Stadien zu sehen und zu fühlen. Nicola erklärte in lockerer Runde ihr Prinzip der maximalen Freiheit, Hilke demonstrierte ihre uralte Sockenstrickmaschine:

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    Natürlich kam auch das Klönen nicht zu kurz und so verging die Zeit sehr schnell bis zum nächsten Kurs, den ich bei Nicola gebucht hatte. Es sollte ums Fotografieren der Projekte gehen. Vorher hatte ich noch Gelegeneheit ein paar Worte mit Asa zu wechseln, einer sehr nette Designerin, deren Anleitungen ich sehr gerne mag.

    Im Fotokurs hatten wir dann viel Spaß, ich habe viele neue Erkenntnisse gewonnen, neue Einstellmöglichkeiten an der Kameran entdeckt, mit der ich mich zukünftig intensiver befassen möchte und hoffe, dass ich so was wie Blende und Verschlusszeit endlich mal kapiere und verinnerliche, um schöne Bilder zu machen.

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    Leider habe ich es versäumt, mehr Bilder auf dem Wollfest zu machen.

    Natürlich durfte auch ein bisschen Wolle mit, ich habe mir zum letzjährigen Wollfestgoodie noch Alpacagarn dazugekauft:

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    Außerdem konnte ich mich diesem superweichen Garn in toller Färbung nicht entziehen:

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    Und da es am Sonntag am Meisenstand erheblich leerer war, habe ich mich gleich nach Einlass in die noch kurze Schlange eingereiht, um dort auch noch Altbekannte zu treffen, welch eine Freude! Meine Ausbeute:

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    Der Vollständigkeit halber noch ein Bild der gute gefüllten Wollfesttasche, einige Karten/Prospekte sind von Ständen, dafür habe ich mein Wollknäuel, das sich auch noch im Beutel befande, bald weitergereicht, weil ich damit nichts anfangen konnte:

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    Schade, dass die 2 Tage so schnell vorbei gingen. Auch am Sonntag wurden wir herausgekehrt und die meisten machten sich auf die Heimreise.

    Für Montagnachmittag hatte ich mir das Miniaturwunderland vorreserviert, den Vormittag verbrachte ich mit Sightseeing. Mit der Tageskarte der HVV kann man nicht nur Busse und Bahnen nutzen, sondern auch die Fähren, so machte ich eine Runde und ließ mir den Fahrtwind um die Nase wehen und genoss die Aussicht vom Wasser aus:.

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    Zur Mittagszeit drehte ich eine weitere Runde um die Binnenalster, ein Stück gings auch an der Außenalster vorbei:

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    Wieder an der Binnenalster suchte ich mir ein schönes Plätzchen zum Mittagessen:

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    Von hier aus ging es weiter Richtung Hafencity, wo ich zwischen den Speicherhäusern herumlief, die sich sehr beeindruckend gen Himmel recken:

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    Zu früh für meine Reservierung am Miniaturwunderland angekommen, probierte ich es aber trotzdem, da es keine langen Warteschlangen gab und konnte, nachdem ich mein Gepäck verstaut hatte, in die Welt en miniature abtauchen. Auch hier fand sich Bezug zum Wollfest ;-), nicht die einzige Schafherde, die sich auf den großen Flächen befand:

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    Ich denke, dass es einiger Besuche bedarf, um wirklich alles zu sehen. Viele Kleinigkeiten mit Witz und Humor sind meist erst auf den 2. Blick zu sehen, z.B. die abgetauchten Kühe hier:

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    Oder diese „Unterhaltung“:

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    Bewunderswert die Geduld, mit denen Tausende Figürchen platziert wurden, z.B. hier im Stadion…

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    oder hier das Sonnenblumenfeld:

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    Noch eine Überraschung:

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    Unübersehbar war die WM-Beflaggung, die sich noch überall in den Straßen wiederfand:

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    Hier ist der Miniatur-Tierpark Hagenbeck zu sehen:

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    Leider war es vor manchen Bereichen sehr voll und man brauchte einige Geduld, bis man näher an die Szenerie treten konnte. Es gab überall Knöpfchen zu drücken, um z.B. Seilbahnen, Riesenräder oder Blaulicht in Gang zu setzen. Eine tolle Sache – nicht nur für Kinder! Und nebenbei wechselt es noch zwischen Tag und Nacht ab, hier ein Nachtbild, leider mit Blitz:

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    Ich hoffe, dass ich mir das Miniaturwunderland noch mal ansehen kann und bin gespannt auf die neuen Bereiche. Nicht nur deswegen ist Hamburg wieder eine Reise wert! Auf dem Rückweg noch ein Bild vom Rathaus:

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    Gestrickt habe ich in dieser Zeit hauptsächlich an der Decke, da dies sowohl im Zug als auch beim Klönen problemlos nebenbei zu stricken ging. Daher ist sie ein gutes Stück gewachsen und ist nur noch auszubreiten, wenn ich die Maschen auf 3 Nadeln verteile:

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    Als 2. Mitnahmeprojekt hatte ich diese Mütze dabei. Sie ist fertig, aber leider viel zu groß. Die innere glatt rechts gestrickte Mütze ist noch viel größer und sie wird wieder geribbelt werden:

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    Fortsetzung folgt…

  4. Nachlese Urlaub

    Der Urlaub ist längst Geschichte, der Alltag schlägt wieder mit voller Macht zu, aber will mich nicht beklagen…

    Daher auch lieber ein paar schöne Dinge, z.B. von der leider viel zu kurzen Reise an die französische Atlantikküste. Mit dem Wetter hatten wir unwahrscheinliches Glück, in hiesigen Gefilden war es wohl nicht so toll. Wir haben draußen sitzen können, sogar am vorletzten Tag draußen gefrühstückt, das liebe ich ja! Zugegebenermaßen mit Strickjacke und Wollsocken, aber es war gut auszuhalten.

    So konnten wir auch trockenen Fußes schöne Spaziergänge bzw. kleine Wanderungen machen, z.B. eine sehr schöne an der Côte Sauvage entlang. Zunächst geht’s am Strand vorbei, das Spiel der Wolken war faszinierend:

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    Dann auf einem befestigten Weg mit immer wieder neuen Ausblicken:

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    Diese Baumart sticht überall hervor (muss unbedingt mal nachforschen, welche das ist). Die Mischung von dunklem und hell-leuchtendem Grün ist phantastisch und besonders vor blauem Himmel DER Hingucker. Aber auch vor bewölktem Hintergrund fallen sie immer wieder auf. Leider kommt das auf den Bildern immer gar nicht so rüber:

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    Hier kann ich mir auch vorstellen, strickend auf einer Bank einen ganzen Tag zu verbringen:

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    Diese netten Tiere genossen ein paar Sonnenstrahlen auf der angewärmten Steinmauer:

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    Zur Belohnung nach der schönen Wanderung gab es eine leckere Démolution:

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    Bestehend aus Meringue (Baiser), Nusseis, Schlagsahne und Karamelsauce schmeckt sie einfach göttlich.

    Gestrickt wurde natürlich auch, so ist die February Sweater Jacke fertig – theoretisch, denn auch wenn es auf dem Bild so aussieht, ist sie noch nicht fertig, denn es wollen die Knöpfe an- und die Fäden vernäht werden:

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    Viele Reihen des Geckotuchs habe ich im Urlaub gestrickt, bin aber erst am vergangenen Wochenende fertig geworden. Und es war am Ende ganz schön spannend, das dunkle Garn wurde knapp und ein Krimi ist nichts dagegen. Am Ende hat es gereicht und ich habe gerade mal 1 m Faden übrigbehalten:

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    Ein neues Strickstück habe ich noch in Frankreich begonnen, aus farbenfrohem Garn stricke ich einen Strandwanderer. Auf dem Foto, das zu seinem Namen passt, ist leider nicht so viel zu sehen:

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    Hier noch mal im Detail, es sind viiiiiiiiiieeeele verkürzte Reihen, aber es strickt sich gut und mittlerweile bin ich auch schon weiter, als auf diesem Bild, wo man das Muster besser sehen kann:

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    Ein paar Tage habe ich noch in Rheinhessen bei meiner Schwester verbracht, leider hat der Wettergott da nicht so mitgespielt. So kann ich Euch keine schönen Herbstbilder aus den Weinbergen zeigen, denn es regnete fast nur.

    Wieder zu Hause, konnte ich mich noch weniger mobilen Strickprojekten widmen. So ist der Temperaturschal jetzt zu Dreiviertel fertig:

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    Angesteckt durch einige Strickerinnen in Ravelry musste ich auch einen Ringelloop auf der Maschine stricken:

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    Am liebsten mag ich ihn gar nicht mehr ausziehen, es ist sooo praktisch, wenn einem die Schalenden nicht irgendwo rumrutschen oder -hängen:

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    Aktuell habe ich noch einen Pullover auf der Maschine begonnen, das Vorderteil ist soweit fertig und wartet auf den Gegenpart: Mal sehen, ob ich den heute noch schaffe. Nachdem wir Handwerker im Haus hatten, wollen erst noch ein paar Spuren beseitigt werden.

    Ich wünsche Euch schon mal ein schönes Wochenende und eine gute Zeit!

  5. Hoppla,…

    da ist ja schon wieder eine ganze Weile ins Land gegangen… Na gut, dafür gibt es auch was zu zeigen.

    Und jetzt ist der Urlaub auch schon fast vorbei. In den Wochen davor war auf der Arbeit sehr viel zu tun, so dass ich abends höchstens ein paar Reihen am Nautilus-Sweater gestrickt hatte, bevor ich drüber eingenickt bin, also gabs da auch nicht wirklich viel zu zeigen. Einzig den April am Temperaturschal habe ich noch fertig gestrickt und digifiert:

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    Endlich mal etwas farbenfreudiger!

    Der herbeigesehnte Urlaub startete mit der Konfirmation des Patenkindes. Jetzt ist sie also auch schon fast erwachsen, wie die Zeit vergeht… Aber schön wars!

    Anschließend ging es mit kurzer Unterbrechung nach Frankreich, Atlantikküste. Der Plan, sich vom Wind durchpusten zu lassen, ging auf, warm war es nicht, aber meistens trocken, sodass wir jeden Tag draußen waren. Nach dem Wochenende wurde es auch schön leer, wir hatten den Strand fast für uns. Nur zum Draußensitzen war es fast immer zu frisch, schade.

    Morgens rafften wir uns auch jeden 2. Tag auf, am Strand entlang zu laufen, auch der Geburtstag startete so und ein Beweisfoto musste her:

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    Das leckere Frühstück mit frischen Croissants schmeckte anschließend nochmal so gut. Egal zu welcher Tageszeit, am Strand war es fast immer leer, so konnte ich noch ein paar schöne Bilder für die Durststrecke bis zum Herbst machen:

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    Auf Regen folgt die Sonne und diese Blüten lachten uns überall an:

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    Wieder ein Bild gegens Licht, man denkt, die Sonne würde eher gleich untergehen, aber es war morgens:

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    Die Wolken bildeten immer wieder neue Gemälde am Himmel:

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    Gestrickt haben wir natürlich auch reichlich, der Nautilus ist fertig:

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    Ebenfalls fertig wurde der Sommerpulli. Anziehen brauchte ich ihn nicht, dafür war es zu frisch.

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    Und merke: wer viele Farben verstrickt, hat viel zu vernähen, vor allem, wenn der Rundenanfang schon mal wechselt:

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    Gegen kalte Füße gabs noch ein paar schnell gestrickte Dickerchen:

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    Überwiegend auf den Zugfahrten gestrickt habe ich am Geckotuch, das auch ein gutes Stück gewachsen ist:

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    Es macht immer noch viel Spaß, aber man muss sich eben konzentrieren und braucht immer einen passenden Platz für den Chart.

    Ein neues Großprojekt muss auch noch sein, eine Baumwolljacke für kühlere Sommertage. Versuch Nummer Eins wollte nicht gestrickt werden, das Lochmuster war nicht eingängig und ich habe viele Fehler eingestrickt. Daher ein neuer Versuch mit dem February Lady Sweater:

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    Gestern konnte ich die Ärmelmaschen stilllegen, jetzt gehts flott voran.

    Eine neue Idee brüte ich noch aus, vielleicht wird auch noch ein erster Versuch gestartet, dazu demnächst mehr.

    Ich wünsche Euch ein schönes Pfingstwochenende mit dem dazu passenden Wetter!

  6. Kurztrip in den Schnee

    Ein längst überfälliger Besuch bei meiner Schwester war zwar leider nur kurz, aber trotzdem sehr schön. Wie immer haben wir uns die Kameras geschnappt und sind diesmal durch den Schnee gestapft, der so wunderbar unter den Füßen knirschte. Und wenn einem dann noch so tolle Motive begegnen, umso besser:

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  7. 2 Wochen im Herbst

    So kann man den Feierabend wirklich aushalten, oder?

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    Noch besser ist natürlich Freizeitausgleich bzw. Urlaub, vorzugsweise weit weg vom Alltag – weit weg und doch so nah, nur ein paar Stunden Zugfahrt trennen einen von Frankreichs Metropole:

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    Neben Stadtbummel, Sonntagsspaziergang auf überfüllten Champs-Elysées stand auch eine Creativmesse auf dem Programm. Die meisten Stände waren dermaßen belagert, dass keine Fotos möglich waren, teilweise waren sie auch unerwünscht. Hier konnte man sich dann von einem Wettbewerb in Richtung Weihnachten inspirieren lassen:

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    Und falls ein paar Knöpfe übrig sind…

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    Die Zeit ging viel zu schnell vorbei, aber es war auch Zeit zu stricken, so wuchs auch Driftwood um einiges, heute durfte der erste Ärmel abgekettet werden:

    driftwood10

    Auf dem Rückweg aus Paris durfte ich in Köln lieben Besuch aus Berlin in Empfang nehmen. Der schleppte allerdings einen argen Virus ein – ich hatte keine Chance: Boshi-Mützen.

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    daito02a

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    Und noch mal ein Gruppenbild:

    boshi-quintett

    So baut man in kürzester Zeit Wollbestände ab. Neben Maschinenstrickversuchen,…

    Farbwechselversuch_02

    Stricktreffen, Möbelaufbau und Besuch von Werksverkäufen gabs auch noch einen Mini-Workshop im Doppelstricken, sodass es ein neues Projekt auf die Nadeln geschafft hat:

    geckotuch01a

    In Kürze sollten sich Geckos auf dem Tuch tummeln.

    Dass es das ein oder andere Projekt nicht in diesen Beitrag geschafft hat, versteht sich von selbst, schließlich steht Weihnachten vor der Tür. Ich wünsche Euch eine stressfreie Adventszeit!

  8. Le Croisic

    Ein Ausflug in einen ebenfalls hübschen Ort in der Bretagne:

    Auf dem Weg zum Leuchtturm

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    Blick zurück

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    Wie lange noch *nörgel*?

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    Faszinierend einerseits die satten Gelb-Orange-Rot-Töne der Flechten, andererseits das verwitterte Eisen:

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    Noch mal der Leuchtturm ohne Touristenauflauf:

    20120911_lecroisic45

    Schwärme von Quallen zogen vorbei, eine hat sich vor die Kamera gewagt, denen möchte ich im Wasser nicht begegnen:

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    Von den Leckereien in Form von Crêpes, démolutions, Caramel in jeglicher Variation, Cidre und Co. gibts diesmal keine Bilder, Ihr könnt aber glauben, dass sie jede Kalorie wert waren!

  9. Wo fange ich an?

    Die letzten Monate waren ja etwas unplanmäßig verlaufen, das Etappenziel Urlaub hat aber geklappt und so liegen 10 erholsame Tage hinter mir. Wir hatten viel Glück mit dem Wetter und natürlich wurde fleißig gestrickt.

    Der Strand, der in wenigen Schritten erreichbar war:

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    Zugegeben, das Foto ist schon grenzwertig Richtung kitschig, aber so blau war der Himmel wirklich am Abend:

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    Ausflug nach Piriac-sur-mer im Süden der Bretagne (Blumen an Kirchenfenstern hab ich auch noch selten bis gar nicht gesehen):

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    Ich liebe Stockrosen, leider hab ich da auf Balkonien kein Glück:

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    Auf dem Rückweg gings noch nach Guérande und dieses Städtchen ist mir sehr sympathisch: Es gibt eine Strick-Straße:

    20120917_guerande10ruedetricot

    Wie gesagt, gestrickt wurde auch, so wurden endlich mal wieder ein Paar Socken fertig (weniger als geplant):

    socks2012_07d

    Außerdem wurde Tana fertig, am Schluss war das schon echt suchtartiges Verhalten, das ich an den Tag gelegt habe, noch kurz vor Abreise abgekettet:

    tana014

    Auf der Rückfahrt ist dann auch noch der Buchstabenschal ordentlich gewachsen, der sollte als nächstes fertig werden:

    sonntagszeitung09asonntagszeitung09b

    Weitere Bilder folgen, die wollen aber erst noch bearbeitet werden.

    Das nächste Event wirft schon kräftig seine Schatten voraus. Das 4. dt. Ravelry-Treffen findet ab morgen hier in Bonn statt. Da sind wir dabei und ich freue mich schon darauf, wieder ein paar „Bekannte“ richtig kennen zu lernen. Also bis morgen! Für den Rest gibts sicher Bilder und Berichte.

  10. Maschinenstricken – Workshop Nr. 1 (Mammutbeitrag)

    Es wurde ja mal Zeit, dass ich mit der Strickmaschine auch mal „was Richtiges“ stricken kann. Da das unter fachkundiger Anleitung schon besser zu verstehen ist, hatte ich mich schon im vergangenen Jahr beim Strickmaschinenworkshop in Bredbeck angemeldet. Die Vorfreude war groß, die Unsicherheit, was alles ins Gepäck sollte, um so größer. Einerseits hatte ich keine Vorstellung, wieviel Garn durch die Fadenführung rauschen würde, andererseits war das Wetter sehr ungewiss und ein „Umweg“ über Berlin machte den Koffer auch nicht schlanker.

    Zum Glück hatte die Maschine nebst diverser Zugaben eine direkte Mitfahrgelegenheit (vielen Dank, liebe Elke!), sodass ich recht entspannt aus dem Alltag ausbrechen konnte. In Berlin konnte ich nach der langen Zugfahrt erst mal im Tiergarten abschalten, während meine Gastgeberin noch arbeiten musste:

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    Am Freitagvormittag machten wir uns dann auf den Weg nach Bredbeck, wo es dann auch unverzüglich an den Aufbau der Maschinen ging. Nach einer Tasse Kaffee mit kurzer Einführung in die Gepflogenheiten der Bildungsstätte machten wir uns dann direkt an die Maschinen. Zur Nahrungsaufnahme (Abendessen genannt) mussten wir fast schon genötigt werden und waren später recht überrascht, als es plötzlich gegen Mitternacht ging.

    Das Schöne an diesem Workshop war, das nicht oberlehrerhaft was erklärt wurde, das alle nacharbeiten mussten, sondern jeder probierte sich an seiner Maschine und konnte sicher sein, dass bei Problemen sofort jemand anderes weiter helfen konnte. Es waren Modelle verschiedener Hersteller und Generationen – mit mehr oder weniger Technik am Start. Jeder konnte etwas beitragen, ein Geben und Nehmen in sehr angenehmer Athmosphäre.

    Mein Strickschlitten, der noch gar nicht ganz funktionsfähig war, tat nach einigen Tipps und reichlich Ölspray dann komplett seinen Dienst und so sammelten sich schnell die ersten Probelappen und Projekte an. Ich durfte lernen, wie das Stricken mit Lochkarte, sowohl für Lochmuster als auch Norwegermuster, funktioniert. Perfekt, dass Silke eine Froschmusterkarte hatte.

    Zunächst jedoch ein Babyschühchen, dem einige Reihen abhanden gekommen sind – es wird nicht verpaart werden. Hier waren die Highlights der Mäusezähnchensaum, außerdem das Stilllegen einiger Nadeln:

    smw10

    Eine Socke, die einen doppelt so langen Fuß hat – auch diese wird einsam bleiben:

    smw09

    Merke: Sockentabellen (und vermutlich ähnliche) für Doppelbettmaschinen sind nicht ohne Weiteres fürs Einbett praktikabel! (Und außerdem mag ich keine Nähte an den Füßen, es ging nur darum, die Techniken zu lernen).

    Dann gings an die Lochkarten. Die Begeisterung ist nach wie vor groß, wie von Geisterhand die Muster entstehen und das in verhältnismäßig hohem Tempo. Besagte Frösche:

    smw05 smw06

    Lange geforderteswünschtes Hahnentrittmuster:

    smw08

    Ein – zukünftiger – Kissenbezug im Norwegermuster:

    smw04

    smw04a

    Anschließend gings ans Lochmusterstricken, das anders funktioniert, aber letztendlich – mit Starthilfe – auch kein Hexenwerk ist:

    smw11 smw07

    Dass neben diverser Probelappen auch was Richtiges gestrickt werden sollte, hatte ich schon vorgeplant, also per Strickrechner berechnet. Ein Top aus Sockenwolle, sozusagen der Prototyp für zukünftige Oberteile. Der Schnitt ist noch ohne Taillierung, aber trotzdem scheint er gut zu sitzen, wenigstens meiner Schneiderpuppe, noch in Einzelteilen:

    smw01

    Und nochmals MERKE! Sollten alle Maschen abgeworfen werden, überprüfen, ob der Faden im Schlitten eingelegt ist. Sonst heißt es sich wundern, wenn es beim nächsten Versuch wieder passiert.

    Das letzte unvollendete Projekt ist ein Kinder-Raglanpulli aus Resten, dessen Maße aber wohl nicht ganz stimmen. Die Garnkombination gefällt mir allerdings gut. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, diese beiden Garne zu kombinieren, aber wenn nicht der ganze Vorrat zur Verfügung steht, geht man schon mal andere Wege:

    smw12

    Es gab auch ein gemütliches Zusammensitzen ohne die Geräuschbelästigung der Maschinen, dabei habe ich die nächsten Sneakers angeschlagen:

    P1050715

    Jetzt heißt es erst mal die Projekte, soweit erforderlich, zu konfektionieren bzw. zu beenden. Und dann: üben, üben, üben! Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Workshop, auch wenn bis dahin noch eine ganze Weile hin ist.

    Noch vor der Fahrt nach Berlin habe ich ein neues Tuch angeschlagen, das im Zug ordentlich gewachsen ist. Mittlerweile passt es gerade so auf die Nadel und so ist nicht die ganze Pracht zu sehen:

    CA3

    Gemütliches Zusammenstricken während Silkes Besuch hier ließen das Tuch auch noch ordentlich wachsen.

    Ein Dankeschön allen, die zu der letzten angenehme Woche beigetragen haben!

    Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!

  11. Urlaub – leider vorbei

    Es war eine lange Durststrecke bis zum 3wöchigen Jahresurlaub, aber das Warten hat sich gelohnt. Zunächst ging es mit Lieblingsnichte und -neffe nach Paris. Das Wetter war perfekt für Sightseeing, es war warm genug, dass man ohne dicke Jacke los konnte und Regen hatten wir vielleicht ein halbes Stündchen, das wir gut überdacht in den Arkaden am Place des Vosges verbracht haben. Zu gucken gab es dort viel, nur die Bilder von dort sind nicht so doll geworden. Ein paar Eindrücke von den Tagen, die viel zu schnell vorbei gingen:

    Blick von der Esplanade unterhalb von La Défense mit Blick durch Takis Brunnen Richtung Arc de Triomphe:

    P1040604

    Unvermeidbar – der Eiffelturm (da beide schon mal oben waren, war kein Bedarf, sich in die ellenlangen Schlangen einzureihen, sondern lieber reichlich Fotos von unten zu machen):

    P1040610

    Eine empfehlenswerte Oase in der Großstadt: Der Botanische Garten mit angeschlossenem Zoo. Letzeren wollten die Kinder auf jeden Fall sehen. Eine brennende Frage: ob die Tiere nur Französisch verstehen?

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    Zurück aus Paris ging es noch für ein Wochenende nach Rheinhessen. Wie immer, wenn das Wetter mitspielt, ein schöner Spaziergang mit meiner Schwester, wir beide selbstverständlich mit Kameras bewaffnet:

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    Zuletzt kam noch recht kurzfristig eine Woche an der Ostsee hinzu. Frau S. aus B., derzeit in K. meinte, wie wärs denn? In unserer Unterkunft ist noch ’ne Ferienwohnung frei. Nachgefragt, kurz (sehr kurz) überlegt und gebucht. So ging es mit 2 lieben Strickerinnen nach Kühlungsborn. Ich gestehe, den Ort hab ich noch nie gehört. Aber es war schön, das Wetter spielte wieder mit, es gab sogar ein paar kleine Wellen und täglich Fisch, lecker!

    20111025kubo02

    20111020kubo07 20111022leuchtturm06

    … und Gelegenheit zum Stricken:

    Für die kühleren Morgenstunden ein weiteres One-Day-Beret (Ravelry-Link):

    onedayberet02a

    Ein Paar Socken (hier sieht man zum Glück nicht, dass die Schäfte unterschiedlich lang geraten sind):

    socks2011_14

    Lieblingsprojekt war aber eindeutig Paperdolls (Ravelry-Link) , wobei die Puppen gar keine Chance mehr hatten, eingestrickt zu werden. Die Urlaubseindrücke drängten sich vor:

    paperdolls10

    Ich hoffe, die sich rollenden Bündchen werden sich noch beruhigen. Die Befürchtung, dass das Garn nicht reicht, dürfte unnötig gewesen sein (wobei die Meinungen doch auseinander gingen). Es fehlen nur noch die Ärmelbündchen. Reingeschlupft bin ich schon, es passt *freu*.

    Natürlich mussten auch noch ein paar Mitbringsel eingekauft werden. Stellvertretend für einige Knäuel Sockenwolle und 2 Strickmagazine ein paar sehr schöne Keramikknöpfe:

    juleknopf.de

    Die sind aus einem netten Wollgeschäft in Rostock, das zufällig in der Nähe unseres Parkhauses gelegen war, sonst hätten wir es vermutlich nicht gefunden.

    Nun ist der Alltag wieder in greifbare Nähe gerückt, morgen geht gleich mal eine lange Woche los, aber das nächste Frei und der nächste Urlaub kommt bestimmt. In diesem Sinne ein schönes Wochenende Euch allen, fangt reichlich Sonnenstrahlen ein!

  12. Kleine Oasen des Sommers

    Auch wenn dieser Sommer seinen Namen kaum verdient, gabs in der letzten Woche einige Situationen, die sich sehr sommerlich anfühlten:

    Schwitzen beim Einsteigen ins Auto, das nur kurz in der prallen Sonne geparkt war. Frühstück auf dem Balkon (ja, tatsächlich und nicht nur einmal!), Ausflug in die Pfalz, Wespen, Spaziergang durch die rheinhessischen – bereits verblühten – Sonnenblumenfelder…

    20110806morgenspaziergang_04

    … und Weinberge (das mit den Weinbergen müsst Ihr einfach glauben, die Weinstöcke hingen voll mit Trauben, mmmmh!), Grillen auf dem Balkon, Abends bis in die Dunkelheit bei einem Gläschen Wein draußen sitzen und die Ruhe genießen, Wetterleuchten.

    Die 3 Tage fühlten sich an wie ein richtiger Urlaub, gestrickt habe ich nur ganz wenig, an Socke und Pulli ist kaum ein Fortschritt zu erkennen, eher schon am Blütentuch:

    flowers05

    Die erste Hälfte ist bald geschafft.

    Wünsche Euch einen guten Start in die Woche und auch ein paar Oasen zum Genießen!

  13. Zurück aus Berlin

    Und wieder verging die Zeit wie im Fluge, die Foto-Ausbeute ist eher bescheidener Art:

    20110709_st-nicolaikirche_spandau

    Nicolai-Kirche in Spandau (auf dem Weg zum Stricktreffen im schwedischen Möbelhaus) und der Abendhimmel am Samstag:

    20110709himmelüberberlin

    Natürlich wurde fleißig gestrickt, fertig geworden sind das Tuch „Dream Scarf“ sowie – endlich – der 2. Topflappen in Doubleface-Technik, die Silke ausprobieren wollte:

    fos

    Darunter liegt – noch gut verpackt – meine neueste Errungenschaft: eine Strickmaschine, für die ich auch eine Einführung bekam, vielen Dank dafür auch noch mal an dieser Stelle.

    Reichlich gewachsen ist der Sommerpulli sowohl auf dem Stricktreffen, wo wir sehr nett aufgenommen wurden als auch auf der Zugfahrt zurück – funktionierender Klimaanlage sei Dank:

    sommerpulli07

    Mittlerweile sind die Zipfel an der Seite auch gut zu erkennen:

    sommerpulli08

    Das Projekt „blaue Erdnüsse“ ist gestorben, das Seidengarn leiert zu stark,was sich schon nach dem Bündchen abzeichnete, aktueller Stand ist daher:

    blaue erdnüsse rip

    Der Brownie hat im Übrigen eine neue Armkugel bekommen, der erste Ärmel ist in Arbeit, aber schon recht weit fortgeschritten. Foto folgt.

    Hier noch mal Detailfotos vom Topflappen – im Übrigen etwas fester gestrickt als Nummer Eins im letzten Jahr :

    fisch2011a fisch2011b

    Das Tuch will erst noch ein Bad nehmen und gespannt werden, bevor es sich in ganzer Pracht zeigen möchte.

    Als neues Projekt durfte dafür noch ein Kinderpulli auf die Nadeln, den ursrünglichen Plan, Zöpfe zu stricken habe ich wieder gekippt, denn es wurde zu eng. Also jetzt glatt rechts mit Passe im Rechts-Linksmuster:

    kinderpulli01

    Also noch mal herzliches Dankeschön nach Berlin, zu Silke und Norbert für die Gastfreundschaft, Strickmaschine und Support sowie an die Berliner Strickerinnen, bei denen ich mich sehr wohl gefühlt habe.

    Und bevor der Alltag am Mittwoch wieder beginnt, geht es morgen noch mal zum lokalen Stricktreffen.

    Habt eine gute Zeit!

  14. Fortschrittsbild und Blütenpracht

    Na gut, es ist nur ein Fortschrittsbild. Die Ringel sind geschafft, die Lacebordüre steht noch an und da habe ich gleich mal ordentlich Fehler in der ersten Reihe gemacht, zum Korrigieren hatte ich noch keine Geduld.

    dreamstripes02

    Gestern gings auf die Buga nach Koblenz. Vormittags war es noch recht bewölkt und frisch, aber nachmittags wurde es richtig schön. Ich muss gestehen, die Landesgartenschau in Bingen hat mir besser gefallen. Und fußkrank darf man nicht sein, um das komplette Programm abzulaufen. Aber natürlich gab es genug Blüten und Getiers, die vor die Linse kamen:

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    20110705buga58

  15. Warum nur

    gehen freie Tage so schnell vorbei?

    Immerhin waren es 10 an der Zahl. Ein Kurztrip nach Rheinhessen ergab auf der Bahnfahrt reichlich Maschen für den Sommerpulli – immer noch mit dem ersten 50 g-Knäuel, …

    sommerpulli04

    mit sehr durchwachsenem Wetter, hier der tolle Himmel nach einem Gewitter:

    20110622nachdemgewitter01

    Den kleinen (Tschuldigung) großen Neffen eingesammelt (ja, die Grundschulzeit ist nun auch vorbei).

    Dieser hat mich sehr stark motiviert und dabei habe ich den ersten gefärbten, aber verfilzten Lacestrang auseinander bekommen – der 2. wird auch noch gewickelt werden:

    verfilztunddochganzzart

    Gestern machten wir uns dann auf die Suche nach einem „neuen“ Minigolfplatz und testeten ihn bei Nieselregen, …

    20110625minigolfimregen

    um ihn für gut zu befinden und heute nochmal mit mehr Familie ausgiebig zu nutzen – diesmal bei strahlendem Sonnenschein.

  16. Der Tag als der Regen kam…

    … war mein Geburtstag. Erst mal vielen Dank für die Glückwünsche und Geschenke, mir wird auch weiterhin nicht langweilig werden ;-).

    Aber keine Angst, ich werde mich mitnichten beschweren. Der Tag begann mit strahlendem Sonnenschein. Geplant war ursprünglich Grillen im Garten meiner Eltern. Wegen Waldbrandgefahr haben wird das aber gelassen, denn noch war alles brottrocken. Gehungert haben wir dennoch nicht (ich sag nur Eeeeeeeeerdbeeeeeeeerkuchen!) und so brachen meine mittlere Schwester und ich zu einem Verdauungsspaziergang auf – hoch zum „Hagelkreuz“, wo wir als Kinder häufig waren. Es gibt 2 relativ direkte Wege hinauf, so wollten wir sehen, wie weit wir kommen, denn die Wege sind schon seit Jahren eher Wildpfade als Fußwege.

    Den Hinweg kamen wir noch relativ gut voran, hier der Blick hinauf…

    P1030777

    und zurück:

    P1030778

    Belohnt wurden wir mit diesem Blick hinunter auf den Rhein (rheinaufwärts, wie niedrig der Wasserstand ist, ist gut zu erkennen):

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    Die ersten Tropfen konnten uns – geschützt durch das Dach des Waldes – nichts anhaben. Auf dem Rückweg konnten wir auch noch einen Blick rheinabwärts erhaschen:

    P1030790

    Es sind mittlerweile Jahrzehnte vergangen (wie sich das anhört!) und alles reichlich zugewachsen! Merkwürdige Bäume (oder was davon übrig ist) lagen herum. Dieser hier war schon ohne Rinde, aber so gedreht habe ich noch keinen größeren Baum gesehen:

    P1030791

    Schon bald war der Weg nicht mehr zu erkennen:

    P1030793

    Die Erinnerung, wo es lang geht/ging, ist aber noch nicht verblasst – genauso wenig wie an die Orte, wo wir viele Sommertage unserer Kindheit verbracht haben. Der Brunnen, dessen Wasser man damals noch trinken konnte, die Rossel, wo wir herum gekrakselt sind, der Bach, den wir zig-mal umgeleitet und gestaut haben, nur die „Molleköpp“ (Kaulquappen) waren nicht zu sehen. Die Wildschweine, wie sie sich nächtens im Schlamm suhlten hörten sich aus dem Zelt schon sehr unheimlich an. Es kamen viele schöne Erinnerungen. Hach, schön war’s!

    Wir hatten Glück, sind trocken zurück gekommen und auch der Regen, der sich dann einstellte, war unterm Sonnenschirm mit Kaffee und Kuchen sehr gut auszuhalten. Lange genug haben wir ihn herbei gesehnt. Nur ausreichend war der nicht.

    Alles in allem ein sehr schöner Tag, vielen Dank allen, die dazu beigetragen haben!

    Gestrickt habe ich die letzten Tage kaum, lediglich die blauen Socken sind endlich fertig geworden:

    socks2011_09

  17. Der Alltag…

    lässt leider nicht mehr lange auf sich warten, die letzten Urlaubstage gehen ja wie immer am schnellsten vorbei. Aber ich will mal nicht meckern, immerhin konnte ich noch auf einer Bank in der Sonne sitzen, diesmal auf dem Place des Vosges in Paris. Immer wieder fasznierend, wie relativ ruhig es dort ist, mitten in der Großstadt:

    20110222placedesvosges01

    Aus gutem Grunde hatte ich die Kaunijacke mitgenommen, um sie endlcih fertig zu stricken. Das ist jetzt soweit geschehen, gestern abend habe ich die Ärmel eingesetzt und jetzt wartet sie nur noch auf den Reißverschluss. Außerdem möchte ich die untere Blende noch von innen verstärken, bei den anderen habe ich das direkt gemacht, nachdem sich die untere so rollte. Das möchte ich heute in Angrff nehmen.

    kaunijacke_fastfertig

    An der Ringeljacke geht es nach wie vor langsam voran, es fehlen noch einige Ringel bis zur Teilung von Ärmeln und Body. Dann geht es hoffentlich was schneller.

    Das Lieblingsstrickstück im Moment ist aber ganz klar das Blütentuch:

    kaunituch07

    Jetzt habe fast den ganzen Regenbogen durch und gut die Hälfte der Höhe erreicht. Auch wenn die Runden immer länger werden, geht es gut voran.

    Was als nächstes auf die Nadeln darf, ist immer noch nicht entschieden, aber das wird sich schon finden.

    Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende!

  18. Endlich…

    kann ich vermelden: Die Sommertunika ist fertig:

    tunikazwei06

    Kaum zu glauben, was ein paar Tage Urlaub so bringen. Da wird sogar die Häkelbordüre abgearbeitet (auch wenn das nicht zu meinem Hobby werden wird):

    tunikazwei10

    Natürlich haben wir auch fleißig Frischluft geschnappt, bei schönerem Wetter

    Mittagsspaziergang10

    Und bei weniger schönem, aber ein Strandspaziergang im Nebel, bei dem man das Meer nicht mehr sehen kann, hat auch seinen Reiz.

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    Auf dem Rückweg zum Bahnhof (wieder an diesem Strand entlang), gings durch stetigen Nieselregen, die geballte Kraft des Meeres war aber unüberhörbar und ziemlich beeindruckend.

    Die Kaunijacke ist nun fertig gestrickt, wartet aber darauf, dass ich die Ärmel auseinanderschneide und annähe, dann ist auch dieses Projekt beendet und ich darf hemmungslos was neues anstricken. Aber was nur?

    aermel03

    Sehr viel Freude macht gerade wieder das Blütentuch:

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    Mehr Fleißarbeit ist für die Ringeljacke nötig, jetzt sind über 400 Maschen auf der (dünnen) Nadel und es geht nur im Zeitlupentempo voran.

    EPSCardigan04

    Schade, dass so ein Urlaub immer so schnell vorbei geht, hoffe, die Erholung hält ein bisschen vor. Nur an die Kälte werde ich mich nicht wieder gewöhnen!

  19. Langes Wochenende – so kurz

    Endlich hat es mal wieder geklappt, für ein paar Tage nach Rheinhessen zu fahren. Die ursprünglich geplanten Tage musste ich etwas zusammenstreichen, aber umso intensiver habe ich es genossen: Zunächst bei einem schönen Spaziergang am Freitagnachmittag. Die Kamera musste natürlich mit und so wurden ein paar Bilder von der Farbenpracht geknipst:

    Hagebutten am Wegesrand:

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    Trauben im Gegenlicht, die hat wohl jemand vergessen:

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    Der Samstag stand ganz im Zeichen des Stricktreffens mit Heike. Wir trafen uns zunächst vorm Alzeyer Wollgeschäft – wo kann man Wartezeit besser überbrücken? Aber nein, wir brauchen keine Wolle, neiiiiiiin! Bei den schönen 6fach-Sockenwollknäueln bin ich allerdings doch schwach geworden, habe mit Hilfe meiner Nichte außerdem ihrer Mama, die nicht mitkommen konnte, ein Entschädigungsknäuel ausgesucht. Heike ist auch – ganz gegen ihren Willen! – fündig geworden, was will man da machen?

    Danach gings noch in einen 2. Laden, der aber nicht mithalten konnte und so haben wir uns schnell ein gemütliches Eckchen im Café gesichert. Wir sind uns im September schon mal in Backnang über den Weg gelaufen, d.h haben einen Kurs gemeinsam belegt, da aber in verschiedenen Ecken gesessen. Beim Klönen und Fachsimpeln kam es mir nun so vor, als ob wir uns schon ewig kennen würden. Das musste begossen werden:
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    So verging der Tag wie im Flug, es wurden mehrere Strickstücke hervorgezaubert, jedes durfte ein bisschen wachsen und die Bedienung (auch Strickerin) war auch ganz begeistert über Wolle, Technik und Hilfsmittel „was es nicht alles gibt“ meinte sie nicht abfällig dazu. Das Mini-Stricktreffen bekommt auf jeden Fall das Prädikat „wiederholenswert“!

    Die wenigsten Maschen bekam das Kauni-Tuch ab, aber immerhin kann man jetzt besser sehen, wie die Farbe langsam in Rot übergeht. Auch brauche ich jetzt unbedingt längere Nadeln.

    kaunituch05

    Sehr gute Fortschritte machte der Boomslang, ideal für Stricktreffen! Das angegebene Mindestmaß ist erreicht, aber ich möchte noch ein paar Rippen dran hängen:

    booomslang04

    Auslöser fürs Stricktreffen war ja das gemeinsame Interesse an der FairIsle-Technik gepaart mit dem Stricken der Kaunijacke. Ich bin lange nicht so weit wie Heike (die – mindestens – schon fleißig am Ärmel strickt), aber heute im Zug ist bei mir der Body fertig geworden. Das ist mal die Seitenansicht, da knubbelt es sich nicht so durch die Steeks:

    kaunijacke09

    Rechts im Bruch ist der Steek für die Vordere Blende, rechts oben der Halsausschnitt. Oben in der Mitte sieht man den Steek für das rechte Armloch und links sind die stillgelegten Maschen für den hinteren Halsausschnitt zu sehen, der kleine Steek (über nur 7 Reihen) hat sich vor der Kamera versteckt. Im Übrigen sieht man auch einen Fehler im Muster – wer findet ihn? Es gibt noch einen 2. von der Sorte, das wird später im Maschenstich behoben. Interessant finde ich übrigens den unterschiedlichen Farbverlauf der Knäuele, eigentlich müssten sich oben ja wieder rot und hellgrau treffen, dem ist aber nicht so.

    Jetzt heißt es also, Nähmaschine rausholen und die Steekmaschen sichern (nein, ich bin nicht so mutig und schneide ohne hinein), möglicherweise nehme ich aber auch die Häkelnadel. Anschließend werden die Schulternähte per Maschenstich geschlossen. Die Vordere Blende werde ich danach anstricken und dann? Seit gestern Abend trage ich mich mit dem Gedanken, aus der Jacke eine Weste werden zu lassen. Denn Strickjacken habe ich jede Menge, aber keine einzige ärmellose Weste. Dabei trage ich die gerne in dieser Jahreszeit. Neiiiiiiiiin, es ist nicht so, dass ich keine Lust mehr hätte! Oder den „Wettbewerb“ vorzeitig für mich entscheiden wollte – und wer sagt, dass ich nicht trotzdem länger brauche?

    Naja und ein Ärmel (der von Thermal) wartet ja auch noch *immerkleinlauterwerde*.

    Gestern morgen sind wir übrigens noch mal losgezogen, ein ganz anderes Licht, der Nebel hatte sich schon verzogen, zusammen mit ein paar frühen Regentropfen fand sich der ein oder andere Tautropfen auf den Blättern, hier zum Beispiel:

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    Herbstliche Farbenpracht in der Morgensonne:

    20101031herbstspazierganglonheim03

    So ist das Wochenende viel zu schnell vorbei gegangen, die nächste lange Arbeitswoche wartet schon, wenigstens ist sie einen Tag kürzer und das frühe Aufstehen fällt nach der Zeitumstellung ein kleines bisschen leichter (ich könnte aber trotzdem gut und gerne auf dieses Sommer-Winterzeit-Theater verzichten).

    Ich wünsche Euch einen angnehmen Start in den November, ganz gemütlich mit Tee, dicken Socken an den Füßen und Strickzeug auf dem Schoß!

  20. 2. Deutsches Raveler Meeting in Backnang

    Still geworden ist es hier in letzter Zeit. Die Arbeit brummt, umso mehr durfte ich mich freuen, dieses Jahr nach Backnang fahren zu können. Damit sich die Fahrt auch lohnt, sind wir schon etwas früher aufgebrochen um auch ja keinen Werksverkauf auszulassen.

    Die Einkaufstour führte durch Salach, Süssen, Wallhausen, Winterbach, Hechingen und Mössingen. Überall gab es irgendein Schnäppchen und letztendlich wollte dieser Wollberg (und nicht nur dieser) im Auto untergebracht werden:

    beute

    Zu meiner Verteidigung sei anzumerken, dass ich ausdrückliche Kauf-Aufträge auszuführen hatte.

    Backnang ist ein liebenswertes Städtchen mit reichlich Fachwerkhäusern, hier nur einige Eindrücke:

    backnang01backnang03

    backnang04

    Was ich an Resonnanz der einheimischen Bevölkerung zum Stricktreffen mitbekommen habe, war übrigens durchweg positiv.

    Nach der Einkaufstour startete am Samstag dann das wollige Treffen. Es war spannend, die im Internet bekannten MitstrickerInnen im richtigen Leben kennen zu lernen, Modelle zu bestaunen, an den Ständen zu stöbern (nein, hier bin ich ganz stark geblieben!). Das Stricken an sich kam ganz eindeutig zu kurz. Was sicher auch daran lag, dass ich mich gleich für 3 Workshops angemeldet habe. Hier würde ich fürs nächste Mal sagen: Weniger ist mehr (diese Erkenntnis hatten die Raveler, die beim ersten Treffen dabei waren, wohl schon umgesetzt). Nichtsdestotrotz habe ich viel dabei gelernt, hätte aber mindestens genauso gerne mehr Zeit beim klönenden Stricken (oder umgekehrt *gg*) verbracht.

    Dieser Kelch ist im Übrigen an mir vorüber gegangen: Ich habe keine Riesentasche gewonnen, die ich aus dem Yarnpool hätte befüllen dürfen (dann wäre es wohl kritisch geworden beim Beladen des Autos).

    yarnpool

    Alles in allem ein wunderschönes Wochenende, auch das Wetter spielte mit und ich hoffe, dass es nächstes Jahr wieder klappt.

  21. Schön wars…

    Leider gehen so ein paar Tage immer viel zu schnell vorbei – aber warum soll es mir besser gehen als anderen?

    Ordentlich Frischluft getankt haben wir an der französischen Atlantikküste:

    20100819LaBaule20

    20100821LaBaule35

    Und ich habe gar keine Wolle gekauft – obwohl es in dem kleinen Fischerort tatsächlich ein sehr schönes Handarbeitsgeschäft mit nettem Personal gibt. Nicht nur einmal haben wir die aktuelle Winterware bekrabbelt…

    Die anschließenden Tage in Paris waren wolltechnisch interessant, man muss ja mal seine Infos auf den aktuellen Stand bringen *lach*. Manch ein Laden war geschlossen (Sommerpause) oder verschwunden, dafür gab es neue mit überraschend guter Auswahl, was das Stricken angeht.

    Gestrickt wurde natürlich auch. Schon auf der Fahrt – ich hatte mir die Fertigstellung des Thermal vorgenommen – ging es los, es schlichen sich ständig Fehler ein und die obere Hälfte habe ich sicherlich 2 mal gestrickt. Vom fertigen Pulli bin ich noch weit entfernt – genau genommen um 2 Ärmellängen. Die unangenehmen Blenden habe ich aber schon erledigt, zum Glück, sonst könnte das doch tatsächlich ein UFO werden. Die Ärmel wollte ich gleichzeitig stricken, was nicht ging, da ich eine Stricknadel vergessen hatte und Nachschub nicht so einfach zu finden war. Immerhin weiß ich jetzt einen Laden, wo es die gewünschten Nadeln gibt, nur waren die gerade ausverkauft und sollten erst dieses Wochenende geliefert werden – zu spät. Das ist der aktuelle Stand:

    thermal06

    Da ich wohlweislich schon Material für einen Pulli – eigentlich für ein anderes Modell – in Frankreich deponiert hatte, konnte ich dann auch gleich loslegen mit Grapevine (Ravelry-Link). Wie angenehm das Stricken mit dem kühlen Baumwollgarn und (fast) ohne Muster  ist *schwärm*.

    grapevine01

    Besonders gut gefällt mir die Bordüre am Halsausschnitt. Der Pulli wird von oben für den Halsausschnitt erst in Reihen, dann in Runden gestrickt. Mit den Runden startet auch das Muster, was das ganze etwas auflockert und nach 16 Runden schon wieder erledigt ist. Bis auf die Taillierung geht es immer „geradeaus“ weiter, sehr angenehm.

    grapevine02

    Auf der Strecke (zu Hause) geblieben ist die Tunika, die ich beinahe wieder geribbelt hätte, mit Abstand betrachtet aber ganz zufrieden bin. Sie wird also auch beendet werden.

    tunikazwei02

    tunikazwei03

    Das Ende des Urlaubs versüßt mir ein Überraschungspäckchen aus Berlin: Als Probandin „muss“ ich maschinengestrickte Sneakers tragen – es gibt sicher schlimmeres! Für die reichlichen Wollreste werde ich noch eine Verwendung finden und die Sojasockenwolle habe ich schon mehrfach verstrickt, die ist sehr angenehm – auch am Hals. Vielen Dank liebe Silke auch von dieser Stelle!

    silkesÜpaket_aug10

    Ein angenehmes Restwochenende wünsche ich Euch! Es fühlt sich ja gerade sehr herbstlich an, ideales Strickwetter also!

  22. Sommer 2010

    Nach 2 anstrengenden Arbeitswochen habe ich die Gunst der Stunde genutzt und meine Schwester und ihre Familie in ihrem Urlaubsdomizil in Ostfriesland besucht. Es war auch dort super heiß, das Baden in der Nordsee nicht ganz so erfrischend wie erhofft -aber es gibt ja kalte Duschen an den Strandbädern. Naja, und das Meer hat sich natürlich auch manchmal aus dem Staub gemacht:

    20100709_Neuharlingersiel_annalenaundmarcelimwatt01

    Lieblingsnichte und Lieblingsneffe wandern hier durchs Watt nicht zu den Inseln sondern sind auf Muschelsuche. Auf jeden Fall war es sehr schön und die lange Fahrt hat sich auch für 3 1/2 Tage gelohnt. Ich hatte Glück, dass ich nicht mit einem ICE fahren musste, die ICs waren nicht total überhitzt und die Privatbahnen sorgten sogar nach 3 Stunden Fahrt für kalte Füße! Darin konnte ich dann doch ganz gut stricken und der Thermal wuchs ein Stück:

    thermal04

    Leider geht es mit den dünnen Nadeln nur sehr langsam voran.

    Und dann war da noch das Top Eliza, das fast fertig ist. Das relativ dicke Garn verstrickt sich aber bei den Temperaturen noch schlechter. Es fehlen noch die Blende und gerade Träger:

    eliza02

    Heute durfte ich noch ein Überraschungs-Paket aus Berlin auspacken, 3 Stränge Drachenwolle in edler Qualität (Schurwolle mit Bambus und Seide).

    tunikasetvonsilke

    Es ist das gleiche Garn, das ich gerade im Thermal verstricke. Auch die Farbe ist sehr ähnlich. Das finde ich schon sehr faszinierend, warteten meine gefärbten Stränge ja schon einige Jahre geduldig in der Kommode. Beide passen sogar zusammen, sodass ich die Reste gemeinsam werde verwerten können. Dabei lag die Anleitung für eine schöne Tunika, die ich am liebsten auch sofort anschlagen möchte. Vielen Dank auch hier noch mal!

    Endlich konnte ich mal die Papageien, die sich gerne in unseren Birken aufhalten, digifieren. Naja, so ganz nah vor die Linse bekomme ich sie nicht, aber immerhin:

    20100625PapageienimAblfug

    Und aus gegebenem Anlass mal ganz liebe Grüße und gute Besserung an alle, die momentan gesundheitlich nicht so auf der Höhe sind!

    P1020070

  23. Wieder zu Haus’…

    Die letzten knapp 2 Wochen habe ich in Frankreich verbringen dürfen, wo das Wetter – ich trau mich das fast nicht zu schreiben – wesentlich besser war. Gut, in Paris, wo der erste Zwischenstopp war, war es auch nicht besser, der Abendspaziergang über die Champs-Elysées klappte nicht ohne Schirm oder Regenjacke:

    20100508TriumpfbogenbeiNacht

    Das endgültige Ziel sah schon besser aus, es war anfangs zwar auch noch recht frisch, aber Regen haben wir keinen mehr gehabt.

    20100514labauleplagebenoit0120100519blickaufstrandundrathausvonlepouliguen

    Zwischen Umzugskisten, Baustaub und vielen Fragezeichen (in welcher Kiste ist wohl dies oder jenes?) blieb jedoch immer wieder Zeit für einen Spaziergang am Meer oder ein Strickstündchen auf dem Sofa bzw. Balkon. Dabei ist Anne-Evilla fertig geworden. Ein Leichtgewicht und trotzdem wärmend – nicht nur im Atlantikwind:

    annaevillafertig01

    Keine 350 g habe ich gebraucht und das Abwandeln der Anleitung an manchen Stellen hat gut funktioniert, so dass die Farbverläufe wunschgemäß wurden. Die Ärmel sind jetzt von oben nach unten gestrickt. Deren Bordüren habe ich allerdings wieder nach Anleitung gestrickt und beides im Maschenstich verbunden. Trotz Maschenprobe wollte der Pulli ja anfangs sehr viel weiter werden, sodass ich zwischen den Rauten noch jeweils eine Masche abgenommen habe. Jetzt passt der Pulli wie angegossen und ist jetzt schon ein Lieblingsstück.

    Als nächste Projekte gab es 2 Paar Sneakers, denn davon kann ich noch einige gebrauchen. Das erste Paar aus sommerlicher Baumwolle (wie man heute sieht, die Hoffnung auf besseres Wetter sollte man nicht aufgeben):

    socks2010_07

    Und dann ein Paar aus handgefärbter Sockenwolle, ein butterweiches Garn, das ich zum Färben geschenkt bekam und leider die Qualität nicht kenne:

    socks2010_08

    Folgendes Bild ist von gestern, ein Blick zurück auf dem Weg zum Bahnhof. Es fiel schon schwer, aber ich werde sicher wieder kommen:

    20100520_blickzurueck

    Für die Rückfahrt hatte ich ein Tuch begonnen, das sich gut stricken lässt und mit dem ich gut voran komme. Oben ist die Farbe besser zu erkennen, beim 2. Bild das Muster.

    valentine01

    valentine02

    Und es gibt auch ein Handarbeitsladen in Laufnähe mit sehr netter Inhaberin, ich habe nur 3 Knäuelchen gekauft und die auch nur, weil sie hier schwer erhältlich sind.

    Ich wünsche Euch allen mindestens so viel Sonne, wie ich sie genießen durfte und ein schönes Pfingstwochenende!

  24. Auch wenn der Frühling sich schon mal gezeigt hat,…

    … am Wochenende hat er sich sehr rar gemacht. Leider, denn beim Kurztrip nach Paris mit meiner Schwester wären ein paar Sonnenstrahlen doch schön gewesen. So gab’s Eiffelturm und Co. nur im Regen bzw. Einheits-Grau.

    Hier der Blick von fern (Blick vom westlich gelegenen Le Pecq – der Eiffelturm lugt hinter dem Hügel hervor)…

    lepecq_laterne_klein

    – und von nah:

    eiffelturmimregen_klein

    Wenigstens auf diesem Bild ist erkennbar, dass es nicht mehr lange dauern kann, dass der Winter wirklich zu Ende ist:

    bluete_klein

    Gestrickt wurde natürlich auch – wenn wir nicht gerade vor Lachen fast vom Sessel gefallen sind. So sind Ostersneakers für Lieblingsnichte und -neffen rechtzeitig fertig geworden:

    2010_05annalena2010_06marcel

    Ebenfalls ein paar Mitbringsel-Socken für die Freundin, die wir besucht haben *winke*:

    socks2010_04angelika

    Wieder zurück stricke ich nicht brav am Pulli weiter (Verkürzte Reihen und Quatschen passen bei mir unmöglich zusammen), sondern habe mein neues Projekt begonnen, den Pulli „Evilla Anna“ (Ravelry link), in den ich mich sofort verliebt habe, als ich ihn das erste Mal sah. Mehr gibt es leider noch nicht zu sehen:

    evillaanna01

    Jetzt genieße ich noch 2 freie Tage (und die Sonnenstrahlen, die sich scheinbar hierher verirrt haben, wenn ich mich recht an die Wettervorhersage erinnere) und wünsche Euch schon mal schöne Ostertage!

  25. Hoppla, wie die Zeit doch vergeht…

    Hmmm, wo fange ich an?

    Nach dem Urlaub hatte mich der Alltag zunächst wieder voll im Griff. Eine 10-Tage-Woche, die ich ja nicht wirklich mag, aber der Preis für ein langes Wochenende ist. Dieses war mit einem Besuch in Berlin geplant.

    Vor so einem Wochenende, bei dem eine ebenfalls Strickwütige Person heimge-besucht werden sollte, stellt sich ja vorher schon die Frage, was mitnehmen an Strickprojekten?

    Ein Schal – so dachte ich – wäre doch ideal fürs Reisegepäck neben angefangenen Teilen, die sich auf der Zielgeraden befanden und fest als Reisegestrick eingeplant waren.

    Nach dem Baktusfieber sollte es aber dann doch wieder etwas anspruchvoller sein. Also startete ich ganz optimistisch einen Versuch im double-face-Stricken. So schwer konnte das doch nicht sein. Allerdings nicht, wenn einem fast schon die Augen zu fallen und die Hände plötzlich ganz automatisch die Reihe in einer Farbe durchstricken. Diese wenigen Reihen habe ich wohl mindstens 2 mal gestrickt:

    doubleface02

    Erschwerend kam hinzu, dass die beiden Farben nicht uni, sondern mit der jeweils anderen Farbe durchsetzt sind. Was ich als prima Farbwahl und völlig unproblematisch einschätzte, stellte sich doch als zusätzliche Hürde heraus. Außerdem wurde das Gestrick zu breit (und würde demnach zu kurz werden). Also alles für Graf Ribbel zur Seite gelegt und beschlossen, meine ersten Versuche in dieser Technik mit Uni-Garnen und weniger Maschen zu beginnen.

    Stattdessen strickte ich während des Besuchs brav den/die/das Ilene-Bag zu Ende:

    ilene01

    Ebenfalls fertig wurden die Earl-Grey-Socken:

    socks0925

    Als Großprojekt durfte dann der FI-Lilienpulli mit auf die Reise, der sich in der Höhe mindestens verdoppelt hat:

    lilie07

    Natürlich haben wir nicht nur gestrickt, sondern sind durch Potsdam und Berlin gelaufen und haben uns durch den Spreewald schippern lassen. Den ein oder anderen Regentropfen ignoriert und meist hat uns dafür ein trockener Nachmittag entschädigt – mit dem großen Vorteil, nicht in Menschenmassen verloren zu gehen. Hier mein Lieblingsfoto aus dem holländischen Viertel in Potsdam:

    20090903_potsdam_holländischesviertel04

    Auf dem Weg durch fremde Städte kann es ja nicht sein, „spezielle“ Läden am Wegesrand liegen zu lassen, ohne sich auf dem Laufenden zu halten. Wolltechnisch habe ich mich schwer beherrscht und bin mit nur einem Knäuel Sockenwolle nach Hause gekommen. Die Objekte der Begierde lagen – zum Glück – jenseits der mir auferlegten finanziellen Schmerzgrenze, sodass es nicht so schwer viel, die traumhaften Garne zurück zu legen.

    Anders sah es aus, als wir einen kleinen tschechischen Perlenladen aufsuchten. Gefühlte Stunden später durften diese Schätze mit nach Hause:

    perlencz02

    perlencz03

    Aus Privatbeständen sind diese Burschen, die sich von ihren Kameraden verabschieden und die Reise mit nach Hause antreten durften:

    froesche0909

    Die Tage gingen viel zu schnell vorbei, es war wunderschön und von hier noch mal ein liebes Dankeschön nach Berlin!

    Und schon wieder liegt eine Arbeitswoche hinter mir, in der ich mir einen Nachmittag zum Färben reservierte. Fortsetzung folgt…