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  1. Wer wagt, gewinnt

    Ja, heute habe ich es gewagt, den Reißverschluss in die Jailbird-Jacke einzunähen. Also erst mal eine Maschenprobe genommen, einen Reißverschluss samt dem für die Jacke ausgewählten Band für die Rückseite drauf gesteckt und mutig drauf los genäht. Was soll ich sagen, es war kein Problem.

    Also braunes Garn gespult und dann die Jacke unter die Maschine gelegt. Es gab erst ein paar Mal Stau und der Unterfaden verhakte sich. Aber so schnell gibt Nani nicht auf. Nochmal alles auseinander gebaut, die Spule kontrolliert und wieder alles eingefädelt.

    Damit das Material nicht so strapaziert wird, habe ich dann an einem anderen Ende begonnen und jetzt funzte es. Allerdings ging es dann irgendwann nicht mehr weiter – bis ich merkte, dass am Reißverschlussfüßchen eine Stelle ist, die Fäden zieht. Mit einem Streifen Klebeband habe ich diese Stelle dann unschädlich gemacht und konnte in Ruhe weiter nähen. Gut, einmal bin ich doch noch hängen geblieben, aber wusste dann ja schnell, woran es hängt.

    Die 2. Naht, um das Band auf der Rückseite richtig zu fixieren war dann gar kein Problem mehr, die Naht ist im Gestrick gar nicht zu sehen, auf der Rückseite muss man schon genauer hinsehen, um das braune Garn auf braunem Band zu sehen.

    Ein kurzes Päuschen und dann wurden noch schnell alle Fäden vernäht und das Reihgarn rausgefrickelt. Das alllerdings weniger schnell und dabei habe ich auch einmal den Nähfaden erwischt. Also noch mal an die Maschine und ein paar Stiche drüber genäht.

    Und nun ist sie wirklich fertig. So richtig, das ganze hat vielleicht eine halbe, dreiviertel Stunde gebraucht:

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    Unten knubbelt es noch ein bisschen, ich hoffe, das wird nach dem Waschen besser. Hier noch mal ein Detailfoto:

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    Ich bin auf jeden Fall sehr zufrieden und werde sicher noch mal eine Reißverschlussjacke stricken, dann aber nicht mehr so lange mit dem Nähen warten. Zudem habe ich einen Tipp bekommen, dass es nervenschonendere Alternativen zum Reihgarn gibt, die sich beim Waschen einfach auflösen. Das werde ich mir auf jeden Fall besorgen.

    Sehr zufrieden bin ich auch mit Charlotte. Sie wurde gestern fertig und heute durfte sie baden und sollte gespannt werden. Aber bei der Größe stellte sich das als unmöglich heraus. Also habe ich schon vor der Wäsche (weil es trocken besser geht) einen Nylonfaden vom Maschinenstricken durch die lange Seite der Bordüre gefädelt und beides an einer Leine zum Trocknen gehängt:

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    Gut bewacht dauerte es bei dem Wetter auch nicht lange, bis das Tuch trocken war und durfte zum Fotoshooting:

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    Ich bin sehr zufrieden mit dem Tuch und kann mir ohne Weiteres vorstellen, noch eins zu stricken. Irgendwann…

  2. Ganz brav…

    … ein paar hundert Maschen dunkelgraues 2rechts-2links-Bündchen, dann als Belohnung die Decke. Hier kann ich kaum aufhören. Da die türkisen Rippen kaum auffallen (auf den Fotos noch weniger als real), ist jetzt mal eine knallgrüne dazu gekommen. Mal sehen,welche Farben sich hier noch reinmogeln.

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    Die Größe ist derzeit ca. 30 cm in unförmigem Quadrat und mir gefällts.

    Zur Charlotte: Eine Runde verbraucht jetzt ca. 6 Gramm, ich habe noch 70 g. Das könnten also noch etwa 10 Runden oder so an die 15000 Maschen plus die ungeliebte Abkettrunde werden. Hört sich beängstigend an, aber nicht unmöglich. Allerdings fehlt jetzt eine spannende Hintergrundberieselung, damit ich nicht einschlafe. Wie auch immer, ich bleibe dran…

  3. Ohne Worte…

    frosch in love

    Liebe Grüße und schönes Wochenende Euch allen, aber diesmal besonders nach Berlin!

  4. Gaaaanz unvernünftig

    Da möchte Charlotte fertig gestrickt werden, es fehlen nur noch wenige Runden – zugegeben mit knapp 1500 Maschen, aber trotzdem.

    Aber man könnte ja schon mal die Wolle fürs nächste Handsrickprojekt wickeln…

    Ach, nur anstricken, dann leg ich das Teil wieder weg…

    Zum gestrigen Stricktreffen habe ich dann doch beideTeile mitgenommen. Okay, eine Nadel (die Maschen sind auf 2 lange Rundstricknadeln verteilt) habe ich auch brav an Charlotte gestrickt. Aber dann wollte ich doch lieber sehen, wie es hier weiter geht:

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    Ein paar Stunden später, d.h. nach dem Stricktreffen und wider jegliche Vernunft angeschautem Fußballspiel – zu Unzeiten für Frühaufsteher – ist die zukünftige Decke ordentlich gewachsen. Aktueller Stand: ca. 22 x 22 cm:

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    Und ich muss sagen, das Muster hat echt Suchtpotential. Nur noch bis zum nächsten Farbwechsel… ach, die 2 Reihen Kontrastfarbe…, nee, die eine Reihe danach, … Gestern hatte ich ja ne gute Ausrede: das WM-Spiel. Ich befürchte, morgen wird mir das Aufstehen schwerer fallen.

    Das Muster ist übrigens ganz simpel. In der Orignalanleitung wird die Decke kraus und 2farbig in Blockstreifen gestrickt. Ich habe mich für glatt rechts entschieden, wobei die Farbblöcke durch jeweils eine Krausrippe in Türkis getrennt werden.

    Ich bin sehr gespannt, wie groß die Decke werden wird, genügend Material habe ich mir vom Meisen-Frühjahrssale in Pfaffenhofen mit gebracht. Die Farben sind Nicole und Tiefer See, die Krausrippen Türkise Markise.

    Ich geh dann mal weiter stricken – ganz brav erst eine Nadel Charlotte! Oder nur eine Runde an der Decke…

    Habt eine gute Zeit!

  5. Nur ein paar Reihen…

    sind an Charlotte dazu gekommen, aber ich konnte jetzt den Hauptteil beenden und habe gestern mit dem Bündchen, das rundherum gestrickt wird, begonnen. Runde Nr 1 ist geschafft, wieviel Tausend Maschen es sind, möchte ich so genau gar nicht wissen. Der aktuelle Stand sieht so aus, leider lässt sich das Tuch nicht so weit ausbreiten, dass man es besser erkennen könnte:

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    Es hatte sich ja schon angekündigt, die Amarylis ist in voller Blüte:

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    Ein neuer Mitbewohner fürs Hobby ist letzte Woche eingezogen. Nein, nicht noch eine Strickmaschine. Aber ich habe schon länger mit einem elektrischen Wollwickler geliebäugelt, da viele schöne Garne nur in Strängen zu kaufen sind und die Sockenwolle fürs Maschinenstricken ja auch umgewickelt werden will. Langer Rede, kurzer Sinn, die Überstundenzuschläge habe ich diesmal in England ausgegeben. Montagabend bestellt, Mittwochnachmittag geliefert – wow!

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    Jetzt habe ich doch noch einen Anfang gewagt:

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    Es soll eine Jacke für früh morgens im Sommer werden, wenn es noch etwas frischer ist. Ich habe zwar eine blaue, die ich zu diesem Zwecke sehr gerne trage, aber die passt eben nicht zu allem. Mal sehen, wie lange es dauert, bis sie fertig ist. Die Farbe ist gleiche wie Charlotte, so kann ich die beiden sogar kombinieren. Allerdings habe ich erst mal wieder eine Pause eingelegt, weil das Maschinenstricken heute eher schweißtreibend ist.

    Das wars schon. Es gibt zwar einige Projekte, die in meinem Kopf herum spinnen, aber es fehlt die Zeit, sie umzusetzen.

    Habt einen schönen Sommer!